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Moto4 Northern Cup – Assen 1
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Moto4 Northern Cup – Assen 1

10 MAI 2026

Zwischen Mut, Erfolg und Kiesbett — ein Wochenende voller Erfahrungen in der Cathedral of Speed.

Sieht aus wie Schule, nennt sich aber Briefing…

…und ist ein wichtiger Teil der Vorbereitung auf die drei Veranstaltungstage. Pro Rennwochenende gibt es maximal 50 Punkte zu holen, bei nur zwei Trainings und einer Qualifying-Session bleibt also nicht viel Zeit, um sich eine gute Ausgangsposition für die Rennen zu sichern.

Also ging es gemeinsam mit dem Riders Coach, Diego Lonzano, zu Fuß über den Kurs. Die Ideallinie wird ebenso genau analysiert wie die Tücken der Strecke. In Assen treffen enge Kurven auf flüssige Streckenabschnitte, hier kommt es auch auf das richtige Hinterrad an, nämlich das des Vordermanns. Stichwort: Windschatten.

Startplatz 8

Nach technischen Ausfall im ersten Training aber konstanter Steigerung in beiden Sessions danach, ging es am Samstag von einem starken 8. Startplatz ins Rennen.

Kurve 5 und die kalte Seite

Zwischen Mut, Erfolg und Kiesbett liegen manchmal nur wenige Grad, Zentimeter oder Prozent. Auf Platz 3 liegend, 4 Runden vor Schluss war es wohl eine Mischung aus allem. Die lange nicht beanspruchte linke Seite des Reifens, eine minimal andere Linie, vielleicht ein Hauch zu viel am Gas, das Ziel vor Augen „Heute wird gut“.

Hier zeigte der Sport aber auch gnadenlos, wo die Grenzen sind. Mit Prellungen an der rechten Hand und des Brustkorbs ging es aus dem Medical Center zurück ins Wohnmobil.

Wenn Funken fliegen und noch niemand liegt…

Nach dem schweren Sturz in Rennen 1 hieß es am Sonntag trotz Schmerzen alles geben. Leider endete es anders als erhofft. Nach erneut guten Start lief es nicht mehr so rund wie noch am Vortag. In einem einsamen, lang werdenden Rennen auf Platz 6, kamen die Gegner zum Rennende von hinten und es kam letztlich noch zum erneuten Sturz.

Mit einer Bänderzerrung im linken Unterschenkel, einer gebrochenen linken Zehe und den Verletzungen vom Vortag hieß es, ab nach Hause.

Die gesammelten Erfahrungen sind unbezahlbar und ein wichtiger Schritt in Smillas Entwicklung. Betrachtet man das Gesamtbild, war es trotz aller Herausforderungen ein gelungener Einstand.

Danke an alle, die an Smilla glauben, die Daumen gedrückt und mitgefiebert haben.